Caparol CapaWood Aqua Rapid Holzlasur Wunschfarbton
Schnell trocknende, wasserbasierte Mittelschichtlasur im Wunschfarbton für die industrielle Beschichtung von Holzfassaden, Holzhäusern, Balkonen und Zäunen.
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- Original vom Hersteller
Beschreibung
Schnell trocknende, wasserbasierte Mittelschichtlasur im Wunschfarbton für die industrielle Beschichtung von Holzfassaden, Holzhäusern, Balkonen und Zäunen. CapaWood Aqua Rapid ist eine transparent pigmentierte, diffusionsoffene Mittelschichtlasur auf Basis eines wässrigen Acrylatharzes, die Holz im Außenbereich Farbe gibt und vor UV-Licht und Witterung schützt. Der Hersteller hat sie für die industrielle Anwendung in Spritz- und Vakuumatanlagen oder im Sprühtunnel ausgelegt: Sie ist frühblockfest und blockfest nach Ö-Norm B 2350, für wärmeunterstützte Trocknung geeignet, witterungsbeständig, filmgeschützt und mit Hydroperl-Effekt ausgestattet. Einsatzbereich sind begrenzt maßhaltige und nicht maßhaltige Holzbauteile wie Holzhäuser, Fassadenschalungen, Balkone und Zäune. Nicht geeignet für Holz mit dauerhaftem Erd- oder Wasserkontakt, für Holz mit Kontakt zu unverpackten Lebens- oder Futtermitteln, für horizontale Flächen wie Terrassenböden und nicht großflächig in Wohn- und Aufenthaltsräumen. Getönt wird über ColorExpress auf Basis Farblos oder Basis Grey; die farblose Basis allein ist laut Hersteller keine Alleinbeschichtung.
Untergrund und Vorbereitung
Die Holzfeuchte darf bei nicht maßhaltigen Bauteilen höchstens 18 % betragen (Ö-Norm 3430). Die Holzoberfläche vor dem Beschichten von Staub, Schmutz, Harzgallen, Fett und Öl reinigen; Schleifstaub und lose Reste alter Anstriche gründlich abbürsten, Silikonreste führen zu Verlaufstörungen. Neue, glatte und gehobelte Hölzer gründlich reinigen, austretende Holzinhaltsstoffe wie Harz und Harzgallen entfernen und bei Bedarf in Faserrichtung schleifen. Tragende Holzbauteile müssen vorab mit Korasit NG 10 imprägniert werden. Rohes Holz außen unmittelbar vor der Bewitterung beschichten, sonst bildet sich eine Trennschicht mit verminderter Haftung, die sich mit baustellenüblichen Prüfungen nicht erkennen lässt. Dichte Holzarten wie Lärche oder Tropenhölzer eignen sich laut Hersteller nicht für wasserbasierte Holzbeschichtungen im Außenbereich; Fichte, Tanne und Kiefer sind vorzuziehen, bei unbekannter Holzart empfiehlt Synthesa ein lösemittelhaltiges Produkt (BFS-Fachregel Nr. 18).
Verarbeitung
Vor Gebrauch gut aufrühren, unverdünnt anwenden und nicht mit anderen Produkten mischen. In Spritz- und Vakuumatanlagen oder im Sprühtunnel mindestens zweimal applizieren, der Erstauftrag allseitig; ein Zwischenschliff nach dem ersten Auftrag nur, wenn unbedingt erforderlich, danach noch ein- bis zweimal unverdünnt beschichten. Beim Spritzen gelten die zusätzlichen Vorgaben zur persönlichen Schutzausrüstung aus dem Sicherheitsdatenblatt (undurchlässige Schutzkleidung, Spritznebel nicht einatmen); der Hersteller empfiehlt Nitril-Handschuhe. Eine händische Applikation mit dem Pinsel empfiehlt Synthesa nur zur Hirnholzversiegelung, dafür Pinsel mit rostfreiem Stahl verwenden. Material-, Umluft- und Untergrundtemperatur mindestens 5 °C (günstig 10 bis 25 °C), relative Luftfeuchte höchstens 80 %. Werkzeug nach Gebrauch mit Wasser und bei Bedarf Spülmittel reinigen.
Verbrauch und Trocknung
Aufbringmenge auf glattem Holz ca. 65–80 ml/m² (65–80 g/m²), auf sägerauem Holz ca. 80–100 ml/m² (85–105 g/m²) je Auftrag; Beschaffenheit des Untergrunds und Holzfeuchte beeinflussen Verbrauch und Farbton, exakte Werte nur über eine Probebeschichtung. Ohne Wärmeunterstützung ist die Lasur nach ca. 0,5 Stunden grifffest, nach ca. 1 Stunde erneut beschichtbar, nach ca. 8 Stunden blockfest und stapelbar und nach ca. 12 Stunden wetterfest. Im Trockenkanal (Beispiel für 80 µm Nassfilm: 5 Minuten Ablüften bei 25 °C, 5 Minuten Warmluft von 30 bis 55 °C oder 30 Sekunden Infrarotkanal, 5 Minuten Abkühlzone bei 20 °C) sind die Teile nach ca. 15 Minuten stapelbar und blockfest; vor der Wärmezufuhr mindestens 5 Minuten ablüften lassen, damit sich keine Haut bildet, und erst nach dem Abkühlen unter 25 °C abstapeln. Niedrige Temperaturen, hohe Luftfeuchte und geringer Luftwechsel, etwa bei dichter Lagerung auf Hordenwagen, verzögern die Trocknung. Wasserbasierte Bindemittel bleiben thermoplastisch: Beschichtete Teile bei Wärme und Belastung mit Zwischenlagen aus Papier oder Folie lagern, bei maßhaltigen Bauteilen wie Fenstern oder Außentüren nur weichmacherfreie Dichtungen verwenden und Lack-auf-Lack-Flächen vermeiden.
Farbtöne
Alle Farbtöne des CapaWood Classic Farbtonfächers und des CapaWood Grey Farbtonfächers sowie weitere Farbtöne sind über ColorExpress tönbar; der Glanzgrad ist seidenmatt und kann je nach Holzoberfläche, Verbrauch und Holzart variieren. Die Farbtöne der Fächer und anderer Vorlagen sind nur ein Hinweis: Holzeigenfärbung und Auftragsmenge beeinflussen den Farbton, Musterflächen daher immer mit dem Originalprodukt auf dem Originalholz anlegen; Produkt- oder Untergrundabweichungen können trotz gleichen Farbtons zu Farbunterschieden führen. Fehler im konstruktiven Holzschutz kann kein Anstrich beheben; an stark bewitterten Fassaden empfiehlt der Hersteller Rift- und Halbriftbretter, eine senkrecht montierte Schalung und sägeraue, geschliffene oder geriffelte Oberflächen, die der Lasur besseren Halt geben.
Kühl und verschlossen lagern, vor Frost und hohen Temperaturen schützen; original verschlossen mindestens 3 Jahre lagerstabil. Maßgeblich sind die aktuelle Technische Information, das Sicherheitsdatenblatt und die Hinweise auf dem Gebinde.