Caparol
Caparol DISBON Disboroof 412 1K-Acryl-Dachbeschichtung 15l
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Gebindegrößen L :
15l
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SYNTHESA Disboroof Farbton:
Schiefer
Caparol DisboROOF 412 1K-Acryl-Dachbeschichtung 15 L
Caparol DisboROOF 412 ist eine matte, elastische Dachbeschichtung für
geneigte Dächer aus geeigneten Faserzementplatten sowie für mindestens
ein Jahr bewitterte Bitumen-Dachdichtungs- und Bitumen-Schweißbahnen.
Faserzementschindeln können ausschließlich an senkrechten Flächen
beschichtet werden.
Die Acryl-Dispersionsbeschichtung schützt die Oberfläche vor Witterungs-
und Umwelteinflüssen. Sie ist wasserdicht, bleibt dabei
wasserdampfdiffusionsoffen und besitzt auch bei niedrigen Temperaturen
eine hohe Elastizität. Ihre standfeste Konsistenz ermöglicht einen
vergleichsweise hohen Materialauftrag, ohne dass die Beschichtung sofort
von geneigten oder senkrechten Flächen abläuft.
Das Wichtigste vor der Bestellung
DisboROOF 412 ist für klar definierte Dachuntergründe vorgesehen. Vor der
Bestellung muss deshalb feststehen, ob es sich um Faserzementplatten,
Faserzementschindeln oder Bitumenbahnen handelt. Der Beschichtungsaufbau
und der Materialverbrauch unterscheiden sich je nach Untergrund erheblich.
Faserzementplatten auf geneigten Dächern:
Geeignet, sofern die Platten asbestfrei, tragfähig und fachgerecht
vorbereitet sind.
Faserzementschindeln:
Nur an senkrechten Flächen geeignet, beispielsweise an Giebeln,
Kaminen, Ortgang- oder Traufbereichen.
Dachdeckungen aus Faserzementschindeln:
Dafür ist DisboROOF 412 nicht vorgesehen.
Bitumen-Dachdichtungs- und Schweißbahnen:
Geeignet, wenn die Bahnen mindestens ein Jahr bewittert, vollständig
trocken und tragfähig sind.
Beschädigte Bedachungen:
Defekte Platten, Bahnen, Anschlüsse und Abschlüsse müssen vor der
Beschichtung fachgerecht instand gesetzt werden.
Achtung bei älteren Faserzementplatten
Vor dem Reinigen oder Beschichten älterer Faserzementflächen muss
zweifelsfrei geklärt werden, ob die Platten Asbest enthalten. Das Alter
oder das Aussehen der Platten reicht für eine sichere Beurteilung nicht
aus.
Die nachfolgend beschriebene Reinigung mit Druckwasser gilt ausschließlich
für geeignete, asbestfreie Faserzementprodukte. Asbesthaltige
Faserzementplatten dürfen nicht mit einem Hochdruckreiniger bearbeitet
werden. Bei unbekannten oder möglicherweise asbesthaltigen Platten muss
vor Arbeitsbeginn eine fachkundige Beurteilung erfolgen.
Wann ist DisboROOF 412 die richtige Wahl?
Das Produkt ist eine passende Lösung, wenn eine intakte Dacheindeckung aus
geeigneten Faserzementplatten oder Bitumenbahnen erhalten und mit einer
matten, elastischen Schutzbeschichtung überarbeitet werden soll.
Besonders geeignet ist DisboROOF 412 für Untergründe, bei denen eine
starre Beschichtung aufgrund von Bewegungen oder Temperaturschwankungen
nicht ausreichen würde. Die hohe Reißdehnung unterstützt die Beschichtung
dabei, materialbedingte Bewegungen aufzunehmen.
Wann passt das Produkt nicht?
Für Dachdeckungen aus Faserzementschindeln
Für ungeprüfte oder möglicherweise asbesthaltige Faserzementplatten
Für feuchte Bitumenbahnen oder eine feuchte Unterkonstruktion
Für lose, beschädigte oder nicht tragfähige Bedachungsmaterialien
Als Ersatz für notwendige Reparaturen an Dach, Anschlüssen oder Fugen
Für Flachdächer oder dauerhaft wasserbelastete Bereiche ohne zusätzlichen Systemaufbau
Für die Verarbeitung mit Rolle oder Pinsel, wenn kein geeigneter objektbezogener Aufbau freigegeben wurde
Produkteigenschaften
Elastische 1K-Acryl-Dispersionsbeschichtung
Für geneigte Dächer aus geeigneten Faserzementplatten
Für bewitterte Bitumen-Dachdichtungs- und Schweißbahnen
Für Faserzementschindeln ausschließlich an senkrechten Flächen
Hohe Widerstandsfähigkeit gegen Witterungs- und Umwelteinflüsse
Hohe Elastizität auch bei niedrigen Temperaturen
Wasserdicht und wasserdampfdiffusionsoffen
Standfeste, thixotrope Konsistenz für hohe Schichtdicken
Matte Oberfläche
Beschichtung mit Schutz vor Pilz- und Algenbewuchs
Wie viel DisboROOF 412 wird für Faserzement benötigt?
Auf Faserzementplatten besteht der vorgesehene Aufbau aus einer
Grundbeschichtung und einer unverdünnten Schlussbeschichtung. Der
Richtverbrauch beträgt je Arbeitsgang etwa 200 bis 300 ml/m².
Für den vollständigen Aufbau müssen daher insgesamt etwa 400 bis
600 ml/m² eingeplant werden. Ein Gebinde mit 15 Litern reicht rechnerisch
für ungefähr 25 bis 37 m² fertig beschichtete Fläche.
Die tatsächliche Reichweite hängt von der Saugfähigkeit, Struktur und
Ausführung der vorhandenen Platten sowie von den Spritzverlusten ab.
Verbindliche Verbrauchswerte können nur durch eine Probefläche am
jeweiligen Objekt ermittelt werden.
Wie viel Material wird auf Bitumenbahnen benötigt?
Der Aufbau auf Bitumenbahnen ist wesentlich materialintensiver als eine
Beschichtung von Faserzementplatten. Vorgesehen sind:
Grundbeschichtung: ca. 600 ml/m²
Zwischenbeschichtung: ca. 900 ml/m²
Schlussbeschichtung: ca. 600 ml/m²
Daraus ergibt sich ein theoretischer Gesamtverbrauch von etwa
2,1 Litern pro Quadratmeter. Ein 15-Liter-Gebinde reicht rechnerisch für
rund 7 m² fertig aufgebauter Bitumenfläche.
Zusätzlich wird ein geeignetes Armierungsvlies benötigt. Überlappungen,
Anschlüsse, Risse und örtlich höhere Schichtdicken können den
Materialbedarf weiter erhöhen.
Untergrund allgemein prüfen
Die Dachdeckung muss ausreichend hinterlüftet sein. Beschädigte
Bedachungsmaterialien sowie mangelhafte An- und Abschlüsse müssen vor
Beginn der Beschichtung durch eine Fachfirma ausgetauscht oder
instand gesetzt werden.
Eine Beschichtung kann eine intakte Oberfläche schützen, behebt jedoch
keine konstruktiven Mängel und ersetzt keine fachgerechte Dachreparatur.
Asbestfreie Faserzementplatten vorbereiten
Moose, Algen und Schmutz werden bei nachweislich asbestfreien
Faserzementplatten mit Druckwasser entfernt. Dabei immer in
Ablaufrichtung des Daches arbeiten, damit möglichst wenig Wasser unter
die Dachdeckung gelangt.
Anschließend werden die Flächen mit Caparol Capatox behandelt und müssen
danach vollständig trocknen. Lose Bestandteile und haftungsmindernde
Rückstände dürfen nicht auf der Oberfläche verbleiben.
Bitumenbahnen richtig vorbereiten
Moose, Algen, Schmutz und lose Bestandteile müssen vollständig entfernt
werden. Vorhandene Blasen werden kreuzweise geöffnet, getrocknet und mit
DisboROOF 412 vollflächig wieder verklebt.
Vor der weiteren Beschichtung muss sichergestellt sein, dass weder in der
Dachbahn noch in der darunterliegenden Konstruktion Feuchtigkeit
eingeschlossen ist. Wird eine feuchte Konstruktion einfach überarbeitet,
kann die neue Beschichtung die Ursache des Schadens nicht beheben.
Beschichtungsaufbau auf Faserzementplatten
Der gereinigte, asbestfreie Faserzementuntergrund wird mit Wasser
vorgenässt. Auf die anschließend mattfeuchte Oberfläche wird die
Grundbeschichtung aufgetragen.
Je nach Saugfähigkeit darf DisboROOF 412 für diese Grundbeschichtung mit
maximal 15 % Wasser verdünnt werden. Nach einer Wartezeit von mindestens
24 Stunden wird eine unverdünnte Schlussbeschichtung aufgebracht.
Beschichtungsaufbau auf Bitumenbahnen
DisboROOF 412 wird zunächst in Bahnenbreite satt aufgetragen. In die noch
frische Beschichtung wird ein geeignetes Armierungsvlies faltenfrei
eingebettet. Die einzelnen Vliesbahnen müssen sich um etwa 10 cm
überlappen.
Nach ausreichender Trocknung folgen eine Zwischenbeschichtung und eine
Schlussbeschichtung mit DisboROOF 412.
Flächen, auf denen vorübergehend stehendes oder ablaufendes Wasser
auftreten kann, benötigen zusätzlich eine dafür geeignete
PU-Deckversiegelung. Im Caparol-System ist dafür DisboFLOOR 449
vorgesehen.
Risse, Anschlüsse und Fugen
Risse und Fugen an Kopfstößen, Dachrändern, Lichtkuppeln oder aufgehenden
Bauteilen dürfen nicht lediglich mit einer dickeren Farbschicht überdeckt
werden. In diesen Bereichen wird ein geeignetes Fugengewebe mittig über
dem vorbereiteten Riss oder der Fuge eingebettet.
Das Gewebe wird seitlich leicht zusammengeschoben, damit eine kleine
Bewegungsschlaufe entsteht. Bewegungs- und Dehnfugen müssen entsprechend
ihrer Funktion konstruktiv berücksichtigt werden.
Wie wird DisboROOF 412 aufgetragen?
Das Material vor der Verarbeitung gründlich aufrühren. Die reguläre
Verarbeitung erfolgt mit einer Spritzlanze im Airless-Verfahren.
Spritzdruck: ca. 160 bar
Düsengröße für Faserzement: 0,015 bis 0,021 Inch
Düsengröße für Bitumen: 0,025 bis 0,027 Inch
Verdünnung bei der Spritzverarbeitung: maximal 2 % Wasser
Die Verdünnung mit bis zu 15 % Wasser gilt ausschließlich für die
Grundbeschichtung unbeschichteter Faserzementplatten. Sie darf nicht
pauschal auf alle weiteren Beschichtungen übertragen werden.
Verarbeitungsbedingungen
Material-, Luft- und Untergrundtemperatur: mindestens 8 °C
Maximale Verarbeitungstemperatur: 35 °C
Relative Luftfeuchtigkeit: höchstens 80 %
Nicht bei Regengefahr verarbeiten
Nicht bei Frostgefahr verarbeiten
Nicht auf stark aufgeheizten Dachflächen verarbeiten
Neben den Bedingungen während des Auftrags muss auch die anschließende
Wetterentwicklung berücksichtigt werden. Die frische Beschichtung darf
nicht durch Regen, Frost oder starke Aufheizung beeinträchtigt werden.
Trocknung und Wartezeiten
Bei 20 °C und 60 % relativer Luftfeuchtigkeit ist DisboROOF 412 nach etwa
zwei Stunden regenbelastbar. Eine weitere Beschichtung ist normalerweise
nach etwa 24 Stunden möglich.
Bei einem hohen Materialauftrag mit eingebettetem Armierungsvlies darf
frühestens nach etwa 36 Stunden weitergearbeitet werden. Niedrigere
Temperaturen und eine höhere Luftfeuchtigkeit verlängern diese Zeiten.
Häufige Fragen zu Caparol DisboROOF 412
Ist DisboROOF 412 für Eternitdächer geeignet?
Der Begriff Eternit wird häufig allgemein für Faserzement verwendet.
Entscheidend ist jedoch, ob die vorhandenen Platten asbestfrei, tragfähig
und für eine Beschichtung geeignet sind. Bei älteren oder unbekannten
Platten muss vor der Reinigung eine fachkundige Prüfung erfolgen.
Kann ich Faserzementschindeln auf einem Dach beschichten?
Nein. Faserzementschindeln dürfen mit DisboROOF 412 nur an senkrechten
Flächen beschichtet werden, nicht als geneigte Dacheindeckung.
Reicht auf Faserzement ein einziger Auftrag?
Nein. Vorgesehen sind eine Grundbeschichtung und nach mindestens
24 Stunden eine unverdünnte Schlussbeschichtung.
Wird auf Bitumen ein Armierungsvlies benötigt?
Ja. Das Vlies wird faltenfrei in die frische Grundbeschichtung eingebettet
und an den Stößen etwa 10 cm überlappt.
Ist das Produkt für dauerhaft stehendes Wasser geeignet?
DisboROOF 412 allein ist nicht als abschließende Lösung für dauerhaft oder
wiederholt wasserbelastete Bereiche vorgesehen. Solche Flächen benötigen
einen zusätzlichen, objektbezogen geeigneten Systemaufbau.
Kann das Produkt gerollt werden?
Das regulär vorgesehene Auftragsverfahren ist die Verarbeitung mit einer
Airless-Spritzlanze. Eine abweichende Verarbeitung sollte nicht ohne
technische Freigabe für das konkrete Objekt erfolgen.
Wann darf aufgefangenes Regenwasser zum Gießen verwendet werden?
Von beschichteten Dachflächen aufgefangenes Regenwasser sollte erst nach
einer Wartezeit von zwölf Monaten als Gießwasser verwendet werden.
Technische Daten im Überblick
Materialbasis: Acryl-Dispersion
Gebindegröße: 15 Liter
Glanzgrad: matt
Dichte: ca. 1,5 g/cm³
Festkörpergehalt: ca. 73 Gew.-%
Reißdehnung: ca. 250 %
Diffusionswiderstandszahl µ: ca. 560
Trockenschichtdicke: ca. 60 µm je 100 ml/m²
Farbtöne: Dunkelbraun, Schiefer, Betongrau und Ziegelrot
Lagerung: kühl, trocken und frostfrei
Lagerfähigkeit: im ungeöffneten Originalgebinde ca. 24 Monate
Werkzeugreinigung: unmittelbar nach Gebrauch mit Wasser
Sicherheit und wichtige Hinweise
Caparol DisboROOF 412 ist ausschließlich für gewerbliche Anwender
vorgesehen. Bei der Spritzverarbeitung dürfen Nebel und Aerosole nicht
eingeatmet werden. Geeignete persönliche Schutzausrüstung sowie die
Angaben des aktuellen Sicherheitsdatenblatts sind zu beachten.
Verbrauchs- und Reichweitenwerte sind unverbindliche Richtwerte. Der
tatsächliche Materialbedarf, die Untergrundeignung und der notwendige
Systemaufbau müssen am jeweiligen Objekt geprüft werden.