JANSEN Aqua Metallschutz 3 in 1
Wasserbasierter Eintopf-Metallschutz, der Grund-, Zwischen- und Endbeschichtung auf Eisen, Zink, Aluminium, Edelstahl und Pulverbeschichtungen übernimmt.
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Beschreibung
Wasserbasierter Eintopf-Metallschutz, der Grund-, Zwischen- und Endbeschichtung auf Eisen, Zink, Aluminium, Edelstahl und Pulverbeschichtungen übernimmt. Aqua Metallschutz 3 in 1 ist eine dickschichtige Spezialbeschichtung auf Acrylat-Polymerdispersion mit und ohne Eisenglimmer. Laut Technischem Merkblatt sorgen Haftadditive und korrosionsschützende Aktivpigmente für einen zweifach wirkenden Rostschutz, sodass keine separate Rostschutzgrundierung nötig ist. Der Lack haftet extrem gut, ist nach 30 Minuten staubtrocken, geruchsarm, vergilbungsfrei, blockfest, witterungsbeständig und handschweißfest und damit auch für oft berührte Bauteile wie Stahlzargen, FH-Türen, Geländer, Fallrohre, Trapezbleche und Blechdächer mit mindestens 5 % Gefälle geeignet.
Untergrund und Vorbereitung
Alle Untergründe müssen sauber, trocken, rost-, fett- und staubfrei sein; die Flächen werden mit Jansen Metall-Reiniger und Schleifvlies abgewaschen bzw. geschliffen und mit Wasser gut nachgespült. Bei Eisen und Stahl müssen Rost, Blattzunder und Walzhaut mechanisch entfernt werden (Oberflächenvorbereitungsgrad Sa2 bzw. St2). Edelstahl gründlich reinigen und anschleifen, polierten Edelstahl matt schleifen. Zink und Aluminium erhalten die vorgeschriebene Netzmittelwäsche mit Metall-Reiniger, weiße Korrosionsprodukte sind restlos zu entfernen; eloxiertes Aluminium kann nicht beschichtet werden. Bei Coil-Coating und Pulverbeschichtungen ist wegen der Vielzahl der Systeme eine Untergrundprüfung zwingend, Stahlzargen und FH-Türen werden mit Metall-Reiniger 5 bis 15 Minuten eingeweicht, gereinigt und nachgewaschen. Blechdächer brauchen mindestens 5 % Ablaufneigung und dürfen nur roh oder werkseitig beschichtet sein; hier ist ein Probeanstrich mit 150 bis 225 ml/m² und eine Haftungsprüfung nach 4 bis 5 Tagen vorgesehen. Altbeschichtungen auf Acrylat- oder Alkydharzbasis per Gitter- und Spanprobe prüfen, intakte anschleifen, schadhafte restlos entfernen.
Verarbeitung und Additive
Der Lack wird streichfertig geliefert und darf nicht mit Wasser verdünnt werden. Gestrichen wird mit Wasserlackpinsel, gerollt mit kurzfloriger Mikrofaser-Mix-Walze (ca. 5 mm); für längere Offenzeit bei höheren Temperaturen und großen Flächen empfiehlt Jansen bis max. 2 % Additiv SRS. Zum Spritzen im HVLP- oder XVLP-Verfahren wird bis max. 4 % Additiv SRS zugegeben, im Airless-Verfahren bei Farbtönen ohne Eisenglimmer Additiv A; Graco EasyMax ist für Farbtöne mit Eisenglimmer nicht geeignet. Aufbau: Eisen und Stahl je nach Beanspruchung zwei bis drei unverdünnte Anstriche (an senkrechten Flächen sind 80 bis 150 µ Nassfilm läuferfrei möglich), Zink und Aluminium ein bis zwei, Coil-Coating und Pulverbeschichtung zwei Anstriche. Optimale Verarbeitungstemperatur 15 bis 25 °C, mindestens +7 °C am Objekt, nicht über 80 % Luftfeuchte. Die Thixotropie kann auf großen Flächen eine leichte Struktur ergeben, die Additiv SRS minimiert. Für eine glattere, kratzfestere Oberfläche kann nach 24 Stunden mit Aqua PUR Parkett- und Holzsiegel überzogen werden. Probeanstrich anlegen, auf Chargengleichheit achten; Werkzeuge sofort mit Wasser reinigen.
Verbrauch und Trocknung
Das Technische Merkblatt nennt 6 bis 8 m²/l je Anstrich, abhängig von der Verarbeitungsart; der genaue Verbrauch wird an einer Probefläche ermittelt. Bei 23 °C und 60 % relativer Luftfeuchte ist der Lack nach 30 Minuten staubtrocken, nach ca. 2 bis 3 Stunden grifffest, nach 5 bis 6 Stunden überstreichbar und erreicht seine Endhärte nach etwa 7 bis 10 Tagen; Temperatur, Schichtstärke und Witterung können die Zeiten stark verändern. Dichte 1,10 bis 1,34 g/cm³ je nach Farbton, VOC-Gehalt max. 140 g/l (EU-Grenzwert Kat. A/i: 140 g/l).
Sicherheit und Entsorgung
Laut Sicherheitsdatenblatt (Stand 28.08.2025): Achtung; H317 Kann allergische Hautreaktionen verursachen; H411 Giftig für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung. Schutzhandschuhe tragen, Freisetzung in die Umwelt vermeiden. Reste und Behälter gemäß den örtlichen Vorschriften entsorgen, nicht in Gewässer oder die Kanalisation gelangen lassen.
Kühl, trocken und frostfrei lagern; Anbruchgebinde gut verschließen und kurz stülpen. Maßgeblich sind das aktuelle Technische Merkblatt (Stand 02/2026), das Sicherheitsdatenblatt und die Hinweise auf dem Gebinde.